Information für Ärzte - Was können Sie mit der Multifunktionselektrode machen?

Applikation Gepulster Hochfrequenzströme (PRF) an die gewünschten Nervenstrukturen. (z.B. Facettensyndrom, Neuropathien). Injektion von Lösungen und Medikamenten (z.B. Lokalanästhetika, Steroide, NaCl, Röntgenkontrastmittel, Analgetika wie bei den PRT-Techniken oder bei derTechnik nach Prof Racz oder Hammer) in Gewebespalten und Hohlräume (z.B. epidural, spinal, paravertebral) über einen flexiblen dünnen Katheter. Einmalig oder wiederholt. Die maximale Verweildauer der PASHA-electrode ist 30 Tage.
Eine exakte Lagekontrolle der Katheterspitze erfolge nach Bedarf röntgenologisch, da die an der Katheterspitze liegenden Elektroden kontrastgebend sind, oder durch Stimulation sensibler oder motorischer Nervenfasern. Dieser Tel des Eingriffes ist eine Besonderheit des Verfahrens, da man durch die Teststimulationen die Elektrode PUNKTGENAU an die Nervenwurzeln plazieren kann die auch für den schmerzhaften Bereich verantwortlich sind.

Durchführung einer bis zu 30 Tagen dauernden Analgesie - bei Bedarf über eine externe Pumpe.
Teststimulationen zur Kontrolle bei geplanter Spinal cord stimulation (SCS).
Testapplikation von Morphium vor einer Pumpenimplantation.
Messung der Nervenleitgeschwindigkeit rückenmarksnahe zur Bestimmung der affektierten Spinalwurzel.
Nach jedem diagnostischen oder therapeutischen Schritt die Erfolge abwarten und dementsprechend weiter verfahren.

DIE PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG - Vorbereitung
Richten Sie Ihren C-Bogen bedarfsgerecht ein. Decken Sie den OP-Bereich wie üblich ab. Aseptische Arbeitsweise ist selbstverständlich.
Durchführung einer schonenden Stichkanalanästhesie. Nach Entnahme des PASHA-caths schließen Sie Ihn mit Hilfe des gesondert gelieferten Kabels an Ihr Stimulationsgerät. Beachten Sie dabei die Herstelleangaben. Führen Sie die Selbsttestung der Geräte - wie jeweils angegeben - durch. Vergleichen Sie die an der Spitze
der PASHA-electrode gemessene Raumtemperatur mit der tatsächlichen am OP-Bereich. Die Differenz sollte nicht mehr als 3°C betragen.

Falls Ihr Gerät einer manuellen Temperaturbegrenzung bedarf, stellen Sie diese bitte auf 42°C. Führen Sie bei der Einführung und bei jeder Prozedur bitte unbedingt eine perioperative Antibiotika prophylaxe durch wenn die Elektrode belassen wird (max. 30 Tage).
Einführung der Sonde Wenn Sie Erfahrung mit SCS oder der Kathetertechnik nach Prof Racz besitzen werden Sie kaum einen Unterschied bei der Anwendung
der PASHA-electrode feststellen.Wir empfehen Ihnen sich mit diesen Techniken zuvor zu beschäftigen - dann können Sie das Optimum aus der PASHA-electrode "herausholen".

Der PASHA-cath kann an jeder anderen anatomischen Struktur eingesetzt werden. Die häufigsten Zugänge sind: Hiatus sacralis - lumbaler Zugang - thorakaler und cervicaler Zugang - paravertebral an die Foramina - lateral seitlich der Wirbelkörper - Fossa sphenopalatina - nuchal - an peripheren Nerven - Incisura scapularis - N.Pudendus usw

Beachten Sie jeweils die beschriebenen Zugangswege.Verwenden Sie bitte 14G Kanüle mit Mandrin. Arbeiten Sie bitte umsichtig und vermeiden Sie ein versehentliches Abschneiden der Sonde beim Zurückziehen des Systems. Führen Sie jetzt der PASHA-electrode ein und schieben Sie Ihn vorsichtig vor. Sie können die Spitze etwas biegen (ca 30° ca 1-1,5cm proximal der Spitze), dadurch erleichtern Sie sich das "Steuern" der Sonde beim Vorschieben.

Wenn Sie nur einen geplanten Eingriff durchführen möchten können Sie direkt den Zielort ansteuern und die Lage je nach Bedarf durch Stimulation und/oder röntgenologisch überprüfen. Planen Sie jedoch eine Höhenbestimmung wenn Sie beispielsweise nicht den betroffenen Spinalnerven einer thorakalen Herpes neuropathie kennen, dann bewährt sich der Stimulationsmodus. Sie schieben der PASHA-electrode über den zu erwartenden Bereich und unter schwacher Stimulation ziehen Sie ihn anschliessend langsam zurück. Der Pat kann dann genau angeben in welcher Höhe sich der PASHA-cath befindet und wann der betroffene Nerv ereicht wird.- Sie können verschieden Frequenzen benutzen, je nachdem ob Sie sensible oder motorische Fasern stimulieren möchten.

Bewähren soll sich der PASHA-electrode bei Behandlung anatomisch schwer zugänglicher Bereiche. Warum nicht den Grenzstrang und die Symphatischen Ganglien über die entsprechenden Spnalnerven stimulieren oder blockieren? Ein wichtiges Einsatzgebiet sind die sakralen Spinalganglien - diese konnten bisher nur durch Bohrlöcher ereicht werden.

Wenn Sie die maximale Tiefe ereicht haben können Sie den Mandrin herausziehen. Fassen Sie aber den Katheter sanft mit der anderen Hand um ihn nicht zu dislozieren. Durchführung der gewünschten Diagnostik- und Therapiemaßnahmen Sie können jetzt in üblicher Weise verschiedene therapeutische Prozeduren durchführen: Gepulste Radiofrequenztherapie - Adhäsiolyse - Periradikuläre Steroidapplikation - Lokalanästhesieinfiltration . Beachten Sie hierbei die Verfahrensweisen der jeweiligen Prozedur.

Sie können diagnostische Maßnahmen durchführen: Teststimulationen - Testblokaden - Messung der Nervenleitgeschwindigkeit ( z.B. vor der Adhäsiolyse und einige Tage danach). Wechseln zwischen Therapie und Diagnostik. Bei kombinierten Schmerzursachen z.B. Facettensyndrom und Addhäsionen können Sie eine Addhäsiolyse und nach einigen Tagen bei liegender Sonde eine PRF durchführen und zusätzlich die Empfindlichkeit auf Opiate testen um eine doch notwendige Pumpenimplantation zu begründen. Sie müssen den Katheter nicht nach der durchgeführten Diagnostik oder Therapie entfernen. Sie können nach jedem Schritt die Wirkung abwarten ev. einiges wiederholen oder einen anderen Weg einschlagen. Alles mit einem Katheter und einem Zugang.

Beachten Sie bei längerer Liegedauer der PASHA-electrode folgende Sicherheitsaspekte: Daß die Sonde für eine maximale Liegedauer von 30 Tagen zugelassen ist. Daß Sie immer die Medikamente durch ein Bakterienfilter injezieren. Bei der ersten Sitzung kann die Sonde vor und zurück geschoben werden. Später darf der PASHA-electrode immer nur successiv zurückgezogen werden. Der länger verweilende der PASHA-electrode darf - um schwere Infektionen zu vermeiden - niemals vorgeschoben werden . Daher sollte er bei zu erwartender längerer Anwendung eher über das Ziel geschoben werden damit man seine ganze Bandbreite an Möglichkeiten ausschöpfen kann.

Entfernung des Systems: Sie brauchen den PASHA-electrode nach Beendigung Ihrer Behandlung - spätestens jedoch nach 30 Tagen - nur herauszuziehen und die Punktionsstelle mit antiseptischer Salbe und einem sterilen Verband abzudecken.

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Praxis Omar-Pasha
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