Neuromodulation ist die Beeinflussung des peripheren und/oder zentralen Nervensystems mittels nicht gewebeschädigender elektrischer Felder. Nervenstimulation ist somit ein Überbegriff wie das Wort "Fortbewegungsmittel" - welche bekanntlich sehr verschieden sein können. Es gibt:die Periphere Nervenstimulation (PNS), Spinale Stimulation (SCS), Deep Brain Stimulation (DBS) und Motor Cortex Stimulation sowie andere Formen wie Triggerpunkt, subkutan, usw usw. Es können implantierbare, permanente Systeme, Halbimplantate und temporäre Elektroden verwendet werden. Es gibt Starre und flexible Systeme.

Mono oder dual Elektroden sogar 10 und mehr Elektroden werden implantiert. Es gibt Elektroden mit einem, zwei, vier acht und noch mehr Kontakten. ANS, Medtronic, OMT und andere Firmen stellen diese Systeme her. Der Strom kann kontinuierlich, geburstet, mit Pausen, gepulst usw. appliziert werden. Die Parameter sind empirisch und werden laufend verändert und angepaßt.

Die Einteilung kann noch viel weiter geführt werden. Alles aber ist Neuromodulation und Neurostimulation. Wobei „Neurostimulation“ den Akt, und „Neuromodulation“ das Ergebnis bezeichnet. Leider haben auch wir –Neuromodulatoren- den Stein der Weisheit nicht gefunden. Sollen wir aber unser Wissen auf dem heutigen Stand einfrieren? Die Nervenstimulation bezieht sich demnach nur auf Nervensystem und Elektrizität. Die spinale Elektrostimulation SCS ist ein lang praktiziertes Verfahren - seit über 30 Jahren, und sie ist auch in der Gebührenordnung GOÄ für Ärzte aufgelistet.

Die so genannte Pasha-Elektrode wird an mehreren Zentren praktiziert. Die Anzahl der Anwender nimmt stetig zu und dieser Trend ist unumkehrbar da die Behandlung logisch, einfach und preiswert ist. In Deutschland haben sich mehrere Neurochirurgen und Anästhesisten damit befaßt. Unter anderem hat die Universitätsklinik Köln (Neurochirurgische Abteilung - Stereotaxie) sich seit längerem damit beschäftigt und die Methode in ihrem Arbeitsablauf voll integriert (Dr.Koulosakis).

Die Besonderheit dieser Methode sind lediglich die Elektrode und der gepulste Strom. Die Elektrode ist anders gebaut als die Standardelektrode: Hier ist die Elektrode kanüliert – es können somit Medikamente injiziert werden. Aus Sicherheit ist ein Temperatursensor eingebaut, so daß man die Temperatur laufend messen kann. Der Strom kann mit allen Parametern angewandt werden. Wir ziehen die gepulste Anwendung vor.

Daher ist die Beschreibung der Technik als "Gepulste Rückenmarksstimulation mittels einer Multifunktionselektrode" genauer und vermeidet Mißverständnisse. Die sog. PASHA-elektrode ist eine Elektrode mit einer zusätzlichen Zuspritzmöglichkeit und unterscheidet sich daher grundlegend von den Kathetern wie z.B.. dem Katheter nach Racz. Beide haben lediglich den Einsatz in der Schmerztherapie gemein.

Informationen über die Ergebnisse:
Die statistische Auswertung wird von verschiedenen Ärzten durchgeführt, ist aber noch nicht abgeschlossen. Man kann aber aufgrund der bisherigen Informationen und einiger Teilergebnisse von einer 70% Erfolgsaussicht sprechen, wobei hier die Halbierung des Schmerzes als Erfolg gewertet wird.

Wie sich diese Methode von den vorhandenen Therapien unterscheidet fasse ich nochmal zusammen: Die übliche Elektrostimulation des Rückenmarks (SCS) geschieht meist über einen implantierten Schrittmachergenerator. Dieser ist teuer (über 14.000,00 Euro), während die gepulste Elektrostimulation mit einem stärkeren elektrischen Feld arbeitet aber ohne Temperaturanstieg,

In der Regel besteht die Behandlung aus einer einzigen Sitzung, dann ist die Behandlung abgeschlossen ohne die Dauerimplantationen eines teuren Systems.Eine stationäre beobachtung von 3 Tagen ist in der Regel ausreichend. Somit ist bei dieser Stromapplikation - bei erfolgreicher Behandlung - die Therapie um ein Vielfaches preiswerter als die übliche Elektrostimulation des Rückenmarks - selbst wenn eine Wiederholung erforderlich sein sollte. Wenn diese Behandlung nicht ausreicht sind invasivere Maßnahmen angezeigt.

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